Die Stadt Düsseldorf hat ihr Angebot für Menschen mit Lebensmittelpunkt auf der Straße angesichts der anhaltenden Hitze ausgeweitet. Für das kommende Wochenende wurden zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten und Versorgungsangebote organisiert, um gesundheitliche Risiken durch hohe Temperaturen zu reduzieren.
Kühle Rückzugsorte in der Innenstadt
Als zentraler Aufenthaltsort steht ein Hitzeschutzraum in der Dorotheenstraße 85-87 zur Verfügung. Er ist von Freitag, 26. Juni 2026 bis Sonntag, 28. Juni 2026 jeweils von 10 Uhr bis 20 Uhr geöffnet und soll einen kühlen Aufenthaltsort bieten.
Ergänzend stehen mehrere Kirchen in der Innenstadt als Rückzugsorte offen. Die Öffnungszeiten für das Wochenende sind wie folgt:
St. Lambertus, Stiftsplatz 1: Samstag und Sonntag von 9 Uhr bis 19 Uhr
St. Maximilian, Schulstraße 15: Samstag und Sonntag von 8.30 Uhr bis 19 Uhr
St. Andreas, Andreasstraße 10: Samstag von 7.30 Uhr bis 19 Uhr, Sonntag von 8 Uhr bis 19 Uhr
Kreuzkirche, Collenbachstraße 10: Samstag von 9 Uhr bis 20 Uhr
Getränke, Ausstattung und medizinische Messungen
Streetwork-Teams verteilen wiederverwendbare Trinkflaschen an Menschen mit Lebensmittelpunkt auf der Straße. Das Sportamt stellt zunächst 50 Flaschen zur Verfügung. Zusätzliche Flaschen sollen mithilfe einer Spende der BürgerStiftung Düsseldorf beschafft werden.
Zur Kühlung und Ausgabe von Trinkwasser setzt eine Brauerei einen Kühlanhänger am Hauptbahnhof ein. Außerdem können Trinkflaschen kostenfrei an öffentlichen Trinkwasserbrunnen aufgefüllt werden. Das Gesundheitsamt stellt den Streetwork-Teams Infrarotthermometer bereit, um Hitzebelastungen besser einschätzen zu können und Betroffene frühzeitig auf Risiken hinzuweisen.
In den Einrichtungen der Diakonie wie café pur, Shelter, der Fachberatungsstelle Horizont, der Bahnhofsmission und dem Café Ariadne sowie bei der Streetwork werden während der Hitzeperiode Wasser, Sonnencreme und bei Bedarf Kleidung und Schuhe ausgegeben.
Appell an die Öffentlichkeit und Warnhinweise
Beigeordnete Miriam Koch wies darauf hin, dass hohe Temperaturen für Menschen mit Lebensmittelpunkt auf der Straße schnell gefährlich werden können. Sie dankte zugleich den Unterstützerinnen und Unterstützern, die das erweiterte Angebot ermöglichten.
Die Stadt bittet Anwohnerinnen und Anwohner, während der heißen Tage besonders auf ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen und Menschen auf der Straße zu achten. Wer den Eindruck hat, dass jemand unter den Folgen der Hitze leidet, sollte Hilfe anbieten oder im Notfall den Rettungsdienst verständigen.
Quelle anzeigen

