Die Stadt Mülheim an der Ruhr erhält 4,4 Millionen Euro aus der Städtebauförderung des Landes Nordrhein-Westfalen zur Umsetzung der Gesamtmaßnahme Grüne Mitte Mülheim. Der Förderbescheid mit der Bezeichnung Grüne Mitte Mülheim STEP 2025 wurde am 26. August 2025 von Staatssekretär Daniel Sieveke an Oberbürgermeister Marc Buchholz übergeben. Die Mittel sollen zentrale Projekte im Vorlauf zur Internationalen Gartenausstellung IGA 2027 finanzieren.
Förderbescheid und Finanzierung
Die Förderung erfolgt im Rahmen des Städtebauförderprogramms Wachstum und nachhaltige Erneuerung. Nach Angaben der Verwaltung deckt die Förderung 80 Prozent der mit rund 5,5 Millionen Euro veranschlagten Gesamtkosten ab. Es ist bereits der zweite größere Zuwendungsbescheid für die Grüne Mitte: Im Vorjahr waren im STEP 2024 bereits 774 600 Euro für Planungsmittel bewilligt worden.
Staatssekretär Daniel Sieveke sagte bei der Übergabe, die Städtebauförderung verwandle Brachflächen in lebendige Quartiere. Er betonte, mit 4,4 Millionen Euro entstehe in Mülheim eine neue Grüne Mitte, die durch neue Wege für Fußgänger und Radfahrende, ökologische Aufwertungen, revitalisierte Flächen und einen inklusiven Spielplatz die Lebensqualität im Stadtgebiet nachhaltig steigern solle.
Geplante Maßnahmen
Das vor zwei Jahren beschlossene Konzept zur Grünen Mitte Mülheim gliedert sich in zwei Schwerpunktbereiche: einen Grünring für Fußgehende und Radfahrende sowie die gestalterische Aufwertung der MüGa. Zum Grünen Stadtring gehören unter anderem die Ertüchtigung des Fossilienwegs und des Ruhrinselwegs, ökologische Umgestaltungen entlang der Düsseldorfer Straße, die Ausstattung und Beleuchtung nach Rahmenplan sowie eine Toilettenanlage an der Schleuseninsel.
Unter dem Titel MüGa revisited sind unter anderem die Öffnung der MüGa zum RS1, die Umgestaltung des Eingangs an der Stadthalle, die ökologische Aufwertung der Teichanlage, die Neugestaltung des Schlossbergeingangs sowie ein bedarfsgerechter Umbau des Spielplatzbereichs vorgesehen. Weitere Maßnahmen sind eine neue Radwegeführung und veränderte Eingangssituation am Ringlokschuppen, Angebote für Naturpädagogik und Umweltbildung im Biogarten, eine Toilettenanlage in der MüGa, Quartiersmanagement und ein Bürgermitwirkungsbudget.
Inklusiver Spielplatz und zusätzliche Mittel
Besonders hervorgehoben wird die Umgestaltung des Spielplatzes am Schlossberg zu einem inklusiven Spielplatz. Für dieses Teilprojekt stehen nach Angaben der Stadt nun insgesamt 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Summe setzt sich aus Fördermitteln sowie zusätzlichen Spenden und Stiftungsmitteln zusammen. Namentlich genannt wurde der Verein Rolli Rockers Sprösslinge e.V., außerdem seien weitere anonyme Spender und Stiftungen beteiligt.
Oberbürgermeister Marc Buchholz erklärte, die Förderung ermögliche, zentrale Grünflächen und die Wegeinfrastruktur weiterzuentwickeln. Er verwies darauf, dass die Maßnahmen nicht nur die Wohnqualität und Naherholung in Mülheim verbesserten, sondern auch Impulse für die Nachbarstädte im Ruhrgebiet geben könnten.
IGA 2027 und regionaler Bezug
Die Internationale Gartenausstellung IGA 2027 soll in der Metropole Ruhr innovative Konzepte für städtische Entwicklung auf regionaler Ebene zeigen. Erstmals findet die IGA in Nordrhein-Westfalen statt und nutzt nicht ein einzelnes Ausstellungsgelände, sondern die gesamte Region als Ausstellungsfläche. Mülheim ist mit Projekten wie dem Grünen Stadtring und MüGa revisited Teil der Präsentation und erhält dafür Unterstützung von Land und Bund.
Mit den nun bereitstehenden Förder- und Spendenmitteln kann nach Angaben der Stadt die bauliche Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen beginnen und die Grüne Mitte für die Bürgerinnen und Bürger erlebbar werden.
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