Mittwoch, 10.06.2026

Weltspieltag in Charlottenstraße rückt digitales Spielen und Teilhabe in den Mittelpunkt

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Stadtmagazin mit historischem Herz

Am Donnerstag, 11. Juni 2026, lädt ein Fest auf dem Spielplatz Charlottenstraße Kinder, Jugendliche und Familien ein. Zwischen 16.00 und 18.30 Uhr gibt es Spiel, Bewegung und kreative Angebote; für Unterhaltung sorgen unter anderem Jonglage und akrobatische Einlagen des Clowns Micha.

Programm und Akteure vor Ort

Das Angebot umfasst Mitmachaktionen des AWO Spielmobils sowie Angebote des Jugendzentrums Stadtmitte und des Amts für Kinder, Jugend, Schule und Integration. Die Veranstaltenden kündigen Bewegungsangebote, Spielstationen und kreative Workshops an, die sich an verschiedene Altersgruppen richten.

Spielen als Recht und digitale Lebenswelt

Der Weltspieltag ist inzwischen als International Day of Play in die Gedenktage der Vereinten Nationen aufgenommen. Seit 2024 wird er jeweils am 11. Juni begangen. Die Organisatoren betonen, dass Spielen nach der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen ein anerkanntes Recht ist und eine zentrale Rolle für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen spielt.

Dabei rückt in diesem Jahr der digitale Raum in den Fokus. Gaming und digitale Angebote sind demnach fester Bestandteil der Lebenswirklichkeit junger Menschen. Online Spiele bieten laut Veranstaltern Möglichkeiten für Gemeinschaft, Teamarbeit und das Ausprobieren unterschiedlicher Rollen. Sie können außerdem inklusive Begegnungsräume schaffen, in denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammenkommen und Teilhabe erleichtert wird.

Schutz, Begleitung und politische Verantwortung

Gleichzeitig fordern die Beteiligten Begleitung und Schutz für Kinder und Jugendliche in digitalen Räumen. Eltern seien ebenso gefragt wie Fachkräfte aus Schule und Jugendarbeit, um junge Menschen für Chancen und Risiken zu sensibilisieren und sie zu befähigen, sich kritisch und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen. Auf politischer Ebene müsse ein Rahmen geschaffen werden, der Anbieter verpflichtet, digitale Räume und Spiele altersgerecht und sicher zu gestalten.

Lokale Angebote als Gesprächsraum

Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, weist darauf hin, dass es weiterhin attraktive Angebote in realen Räumen brauche. Solche Angebote ermöglichten es, mit Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, ihre Interessen ernst zu nehmen, gemeinsam zu reflektieren und zu erfahren, was sie bewegt und begeistert, sagte Hofmann.

Die Veranstaltenden laden zum bunten Fest auf dem Spielplatz Charlottenstraße ein. Die Teilnahme ist offen für Kinder, Jugendliche und Familien, die das Programm von 16.00 bis 18.30 Uhr nutzen möchten.

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