In einer Pilotphase nutzen Verwaltungsstellen jetzt eine Künstliche Intelligenz zur Unterstützung bei der Antragstellung in der Ausländerbehörde. Antragstellende können die Funktion optional per Checkbox aktivieren. Ziel ist es, Unstimmigkeiten und fehlende Unterlagen frühzeitig zu erkennen und so die Bearbeitungszeiten zu verkürzen.
Wie die Unterstützung funktioniert
Die eingesetzte KI wertet eingereichte Dokumente und Angaben automatisiert auf Plausibilität. Auf dieser Basis lassen sich Diskrepanzen und fehlende Nachweise erkennen, bevor ein Antrag in die Sachbearbeitung gelangt. Die Technologie soll damit vollständigere Anträge und weniger Rückfragen erzeugen.
Für Antragstellende bedeutet dies nach Angaben der beteiligten Stellen in der Regel kürzere Fristen bis zur Entscheidung. Für die Verwaltung verspricht der Einsatz eine Entlastung, weil Nachforderungen und manuelle Prüfungen reduziert werden können.
Partner und technische Bereitstellung
Als kommunaler Praxispartner bringt die Landeshauptstadt Düsseldorf Erfahrungen aus der digitalen Verwaltungsmodernisierung in das Projekt ein. Der IT-Dienstleister AKDB stellt die Lösung im Auftrag des Landes Brandenburg den Praxispartnern zur Verfügung und entwickelt sie weiter.
Die Option zur Aktivierung bleibt freiwillig. Wer die Funktion nicht nutzen möchte, kann den Antragsprozess wie bisher durchlaufen.
Richtlinien und verantwortlicher Einsatz
Der Einsatz der KI orientiert sich an den Leitlinien der KI-Strategie der Landeshauptstadt Düsseldorf. Demnach soll die Technologie die Sachbearbeitung unterstützen und dazu beitragen, Verwaltungsabläufe serviceorientiert, sicher und effizient zu gestalten.
Gleichzeitig betonen die Beteiligten einen verantwortungsvollen Umgang mit der neuen Technik. Details zur konkreten Funktionsweise, zu Qualitätskontrollen und zu Datenschutzmaßnahmen wurden in der Beschreibung der Lösung genannt, ohne dass einzelne technische Komponenten vertieft dargestellt werden.
Ausblick
Die beteiligten Stellen wollen die Anwendung weiterentwickeln und in der Praxis erproben. Ob und in welchem Umfang das System auf weitere Verwaltungsbereiche ausgeweitet wird, hängt von den Ergebnissen der Pilotphase und den weiteren Entwicklungen in der digitalen Verwaltung ab.
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