Montag, 12.01.2026

Wann Winterfütterung von Vögeln sinnvoll ist und welche Regeln zu beachten sind

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Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Duisburg rät dazu, Vögel im Winter nur gezielt und zeitlich begrenzt zu füttern. Natürliche Anpassungen an Kälte bedeuten, dass Zufütterung in der Regel nicht nötig ist. In dicht verbauten Gebieten mit weniger natürlicher Nahrung kann eine maßvolle Unterstützung jedoch die Überlebenschancen einzelner Arten erhöhen und das Interesse an Vogelbestand und Naturschutz fördern.

Wann zusätzliches Futter hilft

Wildvögel sind grundsätzlich an winterliche Bedingungen angepasst und finden bei Frost oder Schneefall meist ausreichend Nahrung beziehungsweise ziehen in günstigere Bereiche. Allerdings haben sich die Lebensbedingungen vieler Arten durch den Verlust heimischer Pflanzen, versiegelte Flächen und strukturarme Gärten verschlechtert. In solchen Fällen kann eine gezielte Fütterung in den Wintermonaten Defizite teilweise ausgleichen und den Energiehaushalt der Vögel stabilisieren.

Wichtig ist, die Fütterung auf die kalte Jahreszeit zu beschränken. Sobald die Brutzeit im Frühjahr beginnt, sollte das Zufüttern eingestellt werden. Eine ganzjährige Fütterung fördert vor allem häufige Körnerfresser und bildet keine nachhaltige Förderung der Artenvielfalt.

Welche Nahrung geeignet ist

Als geeignet gelten heimische Samen und Körner wie Sonnenblumenkerne, Bucheckern oder Eicheln sowie frisches Obst in Maßen. Fettreiche Kost kann den erhöhten Energiebedarf im Winter decken, sie sollte jedoch naturverträglich sein. Samen von nicht heimischen Pflanzen und stark verarbeitete Lebensmittel sind nicht geeignet.

Hygiene und Art der Futterstelle

Bei der Wahl der Futterstelle empfiehlt die Behörde geschlossene Futtersilos oder Futterspender statt offener Fütterungen. Geschlossene Systeme reduzieren den direkten Kontakt zwischen Tieren und Futter und verringern Verunreinigungen durch Kot. Regelmäßige Reinigung der Futterstellen mindert das Risiko von Krankheiten und verhindert die Anlockung unerwünschter Tiere.

Warnung vor Fütterung von Wasservögeln

Die Untere Naturschutzbehörde rät ausdrücklich davon ab, Wasservögel wie Enten, Gänse oder Schwäne zu füttern. Diese Arten sind in der Lage, sich selbst zu ernähren. Zusätzliche Zufütterung, insbesondere mit Brot, kann zu gesundheitlichen Problemen bei den Tieren, zu Verhaltensänderungen und zu einer Belastung der Gewässer führen.

Weiterführende Hinweise zur naturnahen Gartengestaltung und detaillierte Empfehlungen zur Winterfütterung stellt die Stadt Duisburg auf ihrer Website bereit. Quelle der Informationen ist die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Duisburg, www.duisburg.de

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