Montag, 19.01.2026

Düsseldorf testet Sprachbot Sami im Standesamt zur Verbesserung des Bürgerservices

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Stadtmagazin mit historischem Herz

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat einen sprachgesteuerten KI Assistenten im Standesamt in den Pilotbetrieb genommen. Der Bot mit dem Namen Sami ist rund um die Uhr unter der Nummer 0211 8998933 erreichbar und soll Standardfragen zu Heirat, Geburt, Urkunden, Sterbefällen sowie zur Änderung des Geschlechtseintrags oder des Namens beantworten. Ziel der Stadt ist es, die telefonische Erreichbarkeit zu verbessern und Anliegen bereits beim Erstkontakt zu klären.

Pilotbetrieb im Standesamt

Sami wird derzeit erprobt, um Mitarbeitende des Standesamts von Routineanfragen zu entlasten. Nach Angaben der Stadt lassen sich viele Standardanfragen direkt automatisiert beantworten. Für individuelle Anliegen, etwa zur Auskunft über den Bearbeitungsstand von Anträgen, kann am Ende des Gesprächs ein Rückrufwunsch hinterlegt werden. Die Stadtverwaltung nennt eine Rückmeldefrist von in der Regel drei Werktagen.

Erste Rückmeldungen und Folgen für den Service

Erste Rückmeldungen aus dem Pilotbetrieb werden von der Stadt als positiv eingeschätzt. Demnach werden bereits jetzt viele wiederkehrende Anfragen automatisiert abgearbeitet, wodurch Beschäftigte entlastet werden. Die Stadt betont, dass der Einsatz der Technologie darauf abzielt, den persönlichen Kontakt nicht zu ersetzen, sondern Freiräume für ihn zu schaffen.

Olaf Wagner, Beigeordneter für Digitalisierung und Bürgerservice, erklärte dazu: „Mit der gezielten Erprobung von KI Anwendungen schaffen wir neue, niedrigschwellige Zugänge zu unseren Services und sammeln zugleich wichtige Erfahrungen für den weiteren Einsatz in der Verwaltung. Unser Ziel ist es, KI dort einzusetzen, wo sie Prozesse unterstützt, den Service verbessert und zugleich Freiräume für den persönlichen Kontakt mit den Düsseldorferinnen und Düsseldorfern schafft.“

Einordnung in die städtische Digitalstrategie

Der Pilot im Standesamt ist Teil einer Reihe von Tests, die die Stadt im Rahmen ihrer Digitalstrategie durchführt. Neben dem Sprachassistenten Kira im Steueramt laufen Tests in der Zulassungsstelle und weiteren Bereichen. Die laufenden Projekte sollen im Jahresverlauf ausgewertet werden, um Synergien zu identifizieren und den Einsatz von KI schrittweise auf weitere Verwaltungsbereiche auszuweiten.

Die Stadt stellt dabei klar, dass Technologie als Werkzeug für eine moderne und bürgerfreundliche Verwaltung eingesetzt werden soll. Die Bewertung der Piloten wird danach richten, in welchen Bereichen die Automatisierung einen konkreten Nutzen für Nutzerinnen und Nutzer sowie für Mitarbeitende bringt.

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