Montag, 31.08.2026

DüDoDenk: Braucht Düsseldorf mehr Mut zu autofreien Straßen?

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Stadtmagazin mit historischem Herz

DüDoDenk. Die Gedanken hinter der Stadt.

Kaum ein Verkehrsthema löst so zuverlässig Diskussionen aus wie das Auto.

Sobald irgendwo Parkplätze verschwinden, Fahrspuren verändert oder Straßen für den Autoverkehr eingeschränkt werden sollen, beginnt eine Debatte über Erreichbarkeit, Handel, Freiheit und die Zukunft der Innenstadt.

Das ist verständlich.

Das Auto gehört zum Alltag vieler Menschen und wird auch in Zukunft eine Rolle spielen.

Trotzdem sollte Düsseldorf mutiger darüber nachdenken, welchen Straßenraum es eigentlich haben möchte.

Denn Straßen sind mehr als Verkehrswege.

Sie sind ein erheblicher Teil des öffentlichen Raums.

Und dieser Raum ist begrenzt.

Jeder Meter, der für parkende Autos genutzt wird, kann nicht gleichzeitig für Bäume, breite Gehwege, Außengastronomie, Fahrradständer oder Sitzmöglichkeiten verwendet werden.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Auto oder kein Auto?

Sie lautet vielmehr: Wo braucht Düsseldorf welches Verkehrsmittel?

In Wohnvierteln kann das eine andere Antwort sein als in Einkaufsstraßen. An Hauptachsen gelten andere Anforderungen als rund um Plätze oder Gastronomieviertel.

Gerade deshalb könnten temporäre autofreie Straßen spannend sein.

Warum nicht einzelne Straßen an bestimmten Wochenenden für Autos sperren und beobachten, was passiert?

Wie verändert sich die Atmosphäre? Kommen mehr Menschen? Profitieren Restaurants und Geschäfte? Entstehen neue Probleme?

Stadtentwicklung muss nicht immer sofort endgültig sein.

Man kann Dinge ausprobieren.

Andere europäische Städte haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass Verkehrsraum neu verteilt werden kann, ohne dass eine Innenstadt automatisch zusammenbricht.

Düsseldorf muss dabei keine andere Stadt kopieren.

Aber Düsseldorf könnte sich mehr Experimente erlauben.

Vielleicht funktionieren einige davon nicht.

Vielleicht funktionieren andere überraschend gut.

Genau dafür sind Experimente da.

Eine moderne Stadt sollte den Mut haben, ihren öffentlichen Raum gelegentlich neu zu denken.

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