Donnerstag, 5. Dezember 2019 um 17:30 Uhr
Kuratorinnenführung durch die Sonderausstellung

Als Auftakt zur Lesung um 19 Uhr bietet unsere stellvertretende Leiterin und Kuratorin Hildegard Jakobs "spontan" eine öffentliche Führung durch die Sonderausstellung "Im Niemandsland" an.

Die brutale Abschiebung von mehr als 17.000 jüdischen Menschen an die deutsch-polnische Grenze am 28. und 29. Oktober 1938 betraf polnische oder polnischstämmige Familien aus dem ganzen Reich. Die meisten davon lebten seit Jahrzehnten in Deutschland, waren integriert und sprachen Deutsch.
Die Ausstellung beleuchtet deren kulturellen und biografischen Hintergrund und die Verschleppung durch die Polizei, aber auch das Leben im „Niemandsland“ zwischen den Grenzen und die weiteren Lebenswege: Die meisten der aus Düsseldorf deportierten Menschen überlebten die Besetzung Polens und die Shoah nicht. Die Abschiebung selbst führte über Umwege zu einem weiteren Verbrechen, das nur wenige Tage später geschah: die Pogromnacht.

Teilnahme kostenlos!

Donnerstag, 05. Dezember 2019 um 19.00 Uhr
Lesung „Liebster Iziu“. Briefe einer Mutter an ihren Sohn

Die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Herausgeberin Dr. Barbara Schuchard haben in dem Lesebuch "Liebster Iziu: Erlebte Judenverfolgung in den Briefen einer Mutter an ihren Sohn“ eine bewegende Brief und Postkartensammlung vorgelegt.

Zwischen 1938 und 1941 verfasst die Wahldüsseldorferin Toni Freilich mehrere Briefe an ihren Sohn Iziu Salz. Er wurde  im Oktober 1938, im Rahmen der Polenaktion, deportiert. Es sind Zeugnisse einer verzweifelten Mutter, die ihren Sohn in der Ferne und einer ungewissen Zukunft erreichen will.

Die Schauspielerin Julia Dillmann nimmt uns ein weiteres Mal mit auf eine Reise in die Vergangenheit und lässt die Postkarten, Briefe und das Schicksal von Toni Freilich zum Leben erwachen.

Eine Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Düsseldorf e.V.

Gedenkstätte, Eintritt frei.

Sonntag, 08. Dezember 2019 von 14.00 bis 15.30 Uhr
NEU! Familienworkshop am Sonntag

Wolfgang Kannengießer mit seinen Eltern (Sammlung Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf)

Ruth, Paul, Tom, Bandela und Nora – sie alle wohnten mit ihren Familien in Düsseldorf, gingen zur Schule und trafen sich mit ihren Freunden. Ein ganz normales Leben – bis 1933 die Nazis an die Macht kamen. Wie sich das Leben dieser Kinder und Jugendlichen ab diesem Zeitpunkt veränderte, verrät unser Familienworkshop.

Bei jedem Workshop werden zwei Lebensgeschichten vorgestellt. Gemeinsam mit Euren Eltern oder Großeltern erkunden wir die Dauerausstellung „Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus“, hören Ausschnitte aus Zeitzeugeninterviews, beantworten Eure Fragen und gestalten zum Abschluss ein Erinnerungsbild.

Gedenkstätte, Teilnahme kostenlos.

Montag, 16. Dezember 2019 17.00 Uhr
Kranzniederlegung am Mahnmal „Ehra“ und gemeinsames Erinnern

Der Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW und die Landeshauptstadt Düsseldorf erinnern am Jahrestag des berüchtigten Auschwitz-Erlasses von 1942 gemeinsam, an die Ermordung der Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten.

Im Anschluss an die Kranzniederlegung am Erinnerungszeichen „Ehra“ im Alten Hafen, laden wir sie zu einer durch Schülerinnen und Schüler gestalteten Erinnerungsstunde in die Mahn- und Gedenkstätte ein.

Treffpunkt: „Ehra“, Alter Hafen (Ende Rheinstraße)

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