Sonntag, 1. März 2020 um 15.00 Uhr
LETZTE CHANCE - Öffentliche Rundgänge durch die Sonderausstellung

An drei Terminen bieten wir einstündige Rundgänge durch die Sonderausstellung „Im Niemandsland“ an. Was sind die Geschehnisse des Jahres 1938, die zur „Polenaktion“ führen? Wie sind die kulturellen, religiösen und sozialen Hintergründe der Abgeschobenen sowie deren Erfahrungen im polnischen Grenzland?

Gedenkstätte, Eintritt frei

Donnerstag, 5. März 2020 um 19.00 Uhr
Vortrag „mutig – weiblich – unvergessen: helfen und heilen“

Begleitprogramm anlässlich des Weltfrauentags am 8. März 2020:

1922 wurde Selma Meyer als erste Frau im Fach Pädiatrie (Kinderheilkunde) und als zweite Frau an einer deutschen medizinischen Fakultät habilitiert. 1927 wurde sie an der Medizinischen Akademie Düsseldorf als erste Frau in Deutschland zur außerplanmäßigen Professorin für Kinderheilkunde ernannt. Hedwig Jung-Danielewicz studierte 1902 „als Sohn von“ Medizin in Heidelberg. Alle Anmeldeformulare waren auf rein männliche Studenten ausgerichtet, aber dennoch wurde sie zum Studium zugelassen. Nach dem Studium ließ sie sich als erste Ärztin in einer Privatpraxis (für Frauen und Kinder) auf der Schadowstraße 72 nieder.

Hedwig Jung-Danielewicz und Selma Meyer waren Koryphäen im Bereich der Medizin. In der Düsseldorfer Erinnerungskultur finden sie aber im Vergleich zu ihren Kollegen kaum Beachtung. Astrid Hirsch, Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Mahn- und Gedenkstätte widmet sich in diesem Vortrag der Frage nach der Sichtbarkeit von Frauen in der Erinnerungskultur. Was müssen sie leisten, um öffentliche Würdigung zu erfahren? Welche Formen der Erinnerung gibt es in Düsseldorf überhaupt zu Frauen, die während der Zeit des NS aktiv waren und Haltung zeigten?

Gedenkstätte, Eintritt frei.

Donnerstag, 12. März 2020 19.00 Uhr
Vortrag Frauen als NS-Täterinnen

Frauen als NS-Täterinnen - ist das ein passendes Thema für den Weltfrauentag? Diese ketzerische Frage stellt Sandra Franz, Historikerin und Leiterin der Villa Merländer (NS Dokumentationsstelle Krefeld).

In der Diskussion um „bemerkenswerte" Frauen geht es eigentlich immer um positive Beispiele. Aber zu einem gleichberechtigten Blick auf die Gesellschaft gehört auch das „Recht" als Frau Täterin zu sein - mit allem was dazu gehört. Dies bedeutet auch: ohne Verklärung und ohne besondere Stigmatisierung, weil es sich um eine Frau handelt. Unter anderem anhand von lokalen Beispielen wie Herta Oberhäuser oder Hermine Ryan-Braunsteiner beleuchtet der Vortrag die Rolle von Täterschaft und Geschlecht. Dabei werden sowohl die Handlungsoptionen von Frauen im Nationalsozialismus aufgezeigt als auch ihre jeweiligen Möglichkeiten zur Einflussnahme. Zur Sprache kommt dabei auch die Frage, wie Täterinnen im Vergleich zu Tätern in der juristischen und gesellschaftlichen Aufarbeitung nach 1945 behandelt wurden.

Gedenkstätte, Eintritt frei

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