Mittwoch, 16. Oktober 2019 von 10.00 bis 12.30 Uhr
Raus auf die Straße!– ein Herbstferien-Workshop zu Demonstration und Demokratie

„Fahrraddemo 1995 gegen schlechte Luft und für die Umwelt“ (Stadtarchiv Düsseldorf)

Eine Menschenmenge, Plakate und Lautsprecher – was ist denn hier los? Eine Demonstration!

In der Geschichte Düsseldorfs gab es viele Demonstrationen, auf denen die Bürger*innen ihre Meinung der Öffentlichkeit zeigten. Mal laut und bunt am helllichten Tag, mal leise, mit einer Kerze im Abenddunkel.

Aus welchen Gründen kleine und große, junge und alte Düsseldorfer*innen auf die Straße zogen, wie sie demonstrierten und wie es weiter ging, erfahrt ihr beim Herbstferien-Workshop in der Mahn- und Gedenkstätte.

Nachdem wir uns verschiedene Fotos angeschaut haben und ihr die Geschichten hinter den Bildern kennengelernt habt, könnt ihr eure eigenen Demonstrationsplakate gestalten.

Anmeldung bei Nicole Merten, Tel. 0211/ 89 96205, E-Mail: nicole.merten@duesseldorf.de

Teilnahme kostenlos

Sonntag, 20. Oktober 2019 von 12.00 bis 13.30 Uhr
Ab durch Raum und Zeit! Workshop: Zuhause verlassen, ankommen, fortgehen – die Geschichten von Tom und Ruth

"Ab durch Raum und Zeit!" ist eine gemeinsame Familien-Aktion der städtischen Düsseldorfer Museen. In der Zeit vom 13. Oktober bis 24. November 2019 erwarten euch, eure Geschwister, Freunde und Eltern bei uns Workshops, digitale Schnitzeljagden und viele interaktive Angebote.

In der Mahn- und Gedenkstätte lernt ihr die Geschichten von Tom und Ruth kennen. Wie haben die beiden in Düsseldorf gelebt? Wo sind sie zur Schule gegangen? Und wie veränderte sich ihr Leben als die Nazis an die Macht kamen?

Nachdem wir uns gemeinsam in unserer Dauerausstellung umgeschaut haben, könnt ihr ein Erinnerungsbild gestalten und mit nach Hause nehmen. Wir freuen uns auf euren Besuch!

Teilnahme kostenlos

Sonntag, 20. Oktober 2019 von 14.00 bis 15.30 Uhr
NEU! Familienworkshop am Sonntag

Wolfgang Kannengießer mit seinen Eltern (Sammlung Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf)

Ruth, Paul, Tom, Bandela und Nora – sie alle wohnten mit ihren Familien in Düsseldorf, gingen zur Schule und trafen sich mit ihren Freunden. Ein ganz normales Leben – bis 1933 die Nazis an die Macht kamen. Wie sich das Leben dieser Kinder und Jugendlichen ab diesem Zeitpunkt veränderte, verrät unser Familienworkshop.

Bei jedem Workshop werden zwei Lebensgeschichten vorgestellt. Gemeinsam mit Euren Eltern oder Großeltern erkunden wir die Dauerausstellung „Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus“, hören Ausschnitte aus Zeitzeugeninterviews, beantworten Eure Fragen und gestalten zum Abschluss ein Erinnerungsbild.

Gedenkstätte, Teilnahme kostenlos.

Montag, 28. Oktober 2019 um 19 Uhr
Vernissage "Im Niemandsland – Die Abschiebung der polnischen Juden aus Düsseldorf 1938"

Die brutale Abschiebung von mehr als 17.000 jüdischen Menschen an die deutsch-polnische Grenze am 28. und 29. Oktober 1938 betraf polnische oder polnischstämmige Familien aus dem ganzen Reich. Die meisten davon lebten seit Jahrzehnten in Deutschland, waren integriert und sprachen Deutsch. Durch einen diplomatischen Konflikt zwischen der NS-Regierung und dem polnischen Staat wurden die Familien über Nacht aus ihrem Lebensalltag gerissen und ins Grenzland zu Polen deportiert. Die Polen ließen sie nur zögerlich ins Landesinnere. Unter den Abgeschobenen waren tausende Juden aus dem Rheinland und aus Westfalen – und genau 445 Frauen, Männer und Kinder aus Düsseldorf.

Die Ausstellung beleuchtet deren kulturellen und biografischen Hintergrund und die Verschleppung durch die Polizei, aber auch das Leben im „Niemandsland“ zwischen den Grenzen und die weiteren Lebenswege: Die meisten der aus Düsseldorf deportierten Menschen überlebten die Besetzung Polens und die Shoah nicht. Die Abschiebung selbst führte über Umwege zu einem weiteren Verbrechen, das nur wenige Tage später geschah: die Pogromnacht.

Die Vernissage mit einer ausführlichen Einführung in die Ausstellung findet am Montag, den 28. Oktober 2019, um 19.00 Uhr statt. Oberbürgermeister Thomas Geisel wird die Gäste begrüßen. Der Schauspieler und Sprecher Bernt Hahn (Köln) liest aus den Erinnerungen des Düsseldorfer Rabbiners Dr. Max Eschelbacher, der die „Polenaktion“ detailliert geschildert hat.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Düsseldorf e.V., der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus.

Gedenkstätte, Eintritt frei.

Freitag, 08. November 2019 um 10.00 Uhr
Kranzniederlegung und Gebet

Blick auf die Synagoge an der Kasernenstraße vor ihrer Zerstörung im November 1938.

Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf lädt ein zum stillen Gedenken und Gebet am Gedenkstein für die 1938 zerstörte Synagoge.

Aus Achtung vor der religiösen Tradition bitten wir die männlichen Teilnehmer der Veranstaltung, am Gedenkstein eine Kopfbedeckung zu tragen.

Treffpunkt: Gedenkstein Kasernenstraße/Ecke Siegfried-Klein-Straße

Samstag, 9. November 2019 17.30 Uhr
Szenische Theaterinstallation und Gedenkgottesdienst

Das Theaterkollektiv Pièrre.Vers nähert sich in einer szenischen Installation den Ereignissen der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938. Auf Grundlage von archivierten Zeitzeugenberichten der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf werden die Ereignisse in einer längst überfälligen Prozesssituation verhandelt. Auf dem Tisch liegen Zeitungsausschnitte, erlassene Paragrafen zur systematischen Erschwerung des jüdischen Lebens und persönliche Berichte von Düsseldorfer Juden, die von den Darsteller*innen nach und nach ihre Stimmen wiederbekommen. Stimmen, die ihre Rechte einklagen. Ihre Rechte auf Freiheit in Meinung und Religion, ihr Recht auf Besitz und Eigentum. Ihr Menschenrecht.

Im Anschluss findet um 19 Uhr ein ökumenischer Gedenkgottesdienst in der Johanneskirche statt.

Eine szenische Installation mit Anna Beetz, Julia Dillmann, Christof Seeger-Zurmühlen, Alexander Steindorf. Szenische Einrichtung: Christof Seeger-Zurmühlen unter künstlerischer Mitarbeit von Juliane Hendes.

Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Eine Kooperation der Mahn- und Gedenkstätte mit der Evangelischen und der Katholischen Kirche Düsseldorf sowie der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Düsseldorf e.V.


Veranstaltungsort: Bachsaal Johanneskirche, Martin-Luther-Platz 39, 40212 Düsseldorf

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