10. Juli bis 26. August 2018
Stolpersteine in Düsseldorf

Sonderausstellung

Wir zeigen die Neuauflage einer 2007/2008 entstandenen Ausstellung über Stolpersteine in Düsseldorf.

304 Stolpersteine sind aktuell im gesamten Stadtgebiet verlegt. Das Interesse an diesem wichtigen Projekt des Künstlers Gunter Demnig wächst weiterhin und in jedem Jahr kommen neue Steine in Düsseldorf hinzu. Die historisch-wissenschaftlichen Recherchen der Biografien der Menschen „hinter“ den Steinen erfolgen durch die Mahn- und Gedenkstätte, und wir bieten regelmäßig Rundgänge an. Die Verlegung, die auf Anregung von Patinnen und Paten aus der Bürgerschaft beruht, wird vom Förderkreis der Gedenkstätte koordiniert.

Die Ausstellung dokumentiert die Lebensgeschichten der von den Nationalsozialisten ermordeten Menschen, denen die Steine gewidmet sind. Aus den Archiv- und Sammlungsbeständen der Gedenkstätte werden Familienfotos, Dokumente, Briefe und Tagebuchauszüge gezeigt, Unter diesen Personen sind jüdische Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, Kommunisten und Widerstandskämpfer, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, Wehrmachtsdeserteure, „Euthanasie“-Opfer oder Obdachlose.

Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten: So, Di bis Fr: 11 bis 17 Uhr, Sa: 13 bis 17 Uhr. Montag geschlossen.

Donnerstag und Freitag, 23. und 24. August 2018
Auf den Spuren Julo Levins – Sei ein Künstler

Sommerferienworkshop

Für Kinder zwischen neun und 13 Jahren bieten wir einen Ferienworkshop an. Werde kreativ und entwickle deine eigene Kunstausstellung. Entdecke historische Orte in Düsseldorf und lass sie in deinen künstlerischen Werken lebendig werden. Dabei lernst du von der Kunstpädagogin Dr. Ina Scheffler verschiedene Maltechniken und die Arbeit einer Ausstellungskuratorin kennen.

Der berühmte Künstler Julo Levin wurde als deutscher Jude ausgegrenzt und von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet. Er war Student an der Düsseldorfer Kunstakademie. Zwischen 1936 und 1938 unterrichtete er Kinder an der Jüdischen Volksschule in Düsseldorf. Im Workshop lernen wir die Zeichnungen und Biografien dieser Kinder kennen.

Den Höhepunkt bildet eure eigene Kunstausstellung, die am 24. August 2018, um 16:30 Uhr eröffnet wird und von allen Besucherinnen und Besuchern in der Mahn- und Gedenkstätte besichtigt werden kann.

Um eine Anmeldung bis zum 22. August 2018 wird gebeten unter Telefon (0211) 89 96205 oder per E-Mail an nicole.merten@duesseldorf.de.

Der Workshop dauert jeweils von 10 bis 16 Uhr.
Die Teilnahmegebühr inklusive Mittagessen und Material beträgt 15 €.
Start- und Endpunkt ist die Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29.

Samstag, 25. August 2018
Kreative Zusammen-Arbeit in Leichter Sprache

Der Künstler Julo Levin

Speziell für Menschen mit Behinderung veranstalten wir einen Workshop.

Julo Levin hat viel gemalt. Er war Künstler.
Ab 1933 durfte Julo Levin nicht mehr malen.
Die Nazis haben gesagt: Juden sind schlecht.
Und: Julo Levin ist Jude.
Deswegen wollten die Nazis Julo Levin nicht.

Ab 1935 hat Julo Levin Kindern malen beigebracht.
Das war in einer Schule. Die Schule hieß: jüdische Volks-Schule.
Das war sein neuer Job.
Die Kinder haben bei Julo Levin viel gemalt.
Und Julo Levin hat das Gemalte behalten.
Zusammen schauen wir uns das Gemalte an.

Wir fragen uns:
Wer waren diese Kinder?
Was haben die Kinder gemalt?
Wieso haben die Kinder so gemalt?

Wir arbeiten in Leichter Sprache.
Das kann jeder gut verstehen.
Und wir werden selber malen.

Du magst Geschichte?
Du fragst dich: Wie haben Kinder früher gelebt?
Du malst gerne?
Dann mach mit!

Dafür musst Du dich anmelden.
Hier kannst Du dich anmelden:
Telefon-Nummer: 0211 899 620 5
E-Mail: isabel.muecke@duesseldorf.de

Der Workshop dauert von 10 bis 13 Uhr.
Dies ist ein barrierearmes Angebot.
Leichte Sprache ist keine kindgerechte Sprache.

Sonntag, 26. August 2018
Fahrradtour auf den Spuren von Julo Levin

Wir veranstalten eine Fahrradtour, die den Spuren von Julo Levin folgt. Wer war dieser junge Mann, der trotz einer Vernunftentscheidung für die kaufmännische Lehre jede Mittagspause zeichnend verbrachte? Warum ist Julo Levin so bedeutend für die Geschichte der Stadt Düsseldorf, die Kunst, vor allem aber für die Kinder der Jüdischen Gemeinde? 1901 in Stettin geboren, kam er im Rahmen seiner Ausbildung nach Düsseldorf, wurde Mitte der 1920er Jahre Student an der Kunstakademie und Mitglied des „Jungen Rheinland“.

Wir wollen uns auf rund dreistündigen Radtour historische Orte wie den Ehrenhof oder den Jüdischen Friedhof anschauen, und auch die Lebensgeschichten der Kinder und Erwachsenen im Umfeld von Julo Levin thematisieren.

Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Um eine Anmeldung wird gebeten bis zum 24. August 2018 telefonisch unter (0211) 89 96205 oder per E-mail an nicole.merten@duesseldorf.de.

Die Teilnahme ist kostenlos; bitte bringen Sie ein verkehrstaugliches Fahrrad mit!
Der Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.
Beginn: 14 Uhr