Publikationen

Auf dieser Seite stellen wir unsere Veröffentlichungen ab 2010 vor.

Ältere Titel finden Sie hier.

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Alle Titel mit ISBN können auch über jede Buchhandlung bezogen werden.


Bastian Fleermann

Die Düsseldorfer Rabbiner. Von den Anfängen 1706 bis zur Auflösung der Synagogengemeinde 1941 (= Kleine Schriftenreihe der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf Band 7, hg. vom Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Düsseldorf e.V.)

Droste Verlag Düsseldorf, 2016, ISBN: 978-3-7700-6018-4
84 Seiten, zahlreiche Abbildungen, broschiert  (5,00 €)

Von Samson Levi Fröhlich, der 1706 seinen Dienst in der kleinen Residenzstadt Düsseldorf antrat, bis Siegfried Klein, der 1941 in das Ghetto von Lodz deportiert wurde, haben die Rabbiner der Jüdischen Gemeinde die Geschichte der Stadt über Jahrhunderte hinweg mit geprägt: als religiöse Oberhäupter, als Lehrer und Gelehrte, als Seelsorger und Ratgeber, als Richter und Prediger. Der vorliegende Band geht dieser wenig beachteten Traditionslinie der Rabbiner nach und stellt die ganz unterschiedlichen Amtsinhaber in ihren historischen und religiösen Kontexten vor. Die einzelnen Biografien zeigen eines sehr deutlich: Die Düsseldorfer Juden und ihre Rabbiner waren vor 1933 ein integraler Bestandteil der Düsseldorfer Stadtgesellschaft.


Hildegard Jakobs, Peter Henkel (Hg.)

NEUES LAND. Hans Berben: Fotografien 1946 - 1951 (Bildband)

Droste Verlag Düsseldorf 2016, ISBN 978-3-7700-6012-2
192 Seiten, über 200 Fotos, Großformat Hardcover (29,80 €)

Als die Briten 1946 das neue Land Nordrhein-Westfalen aus der Taufe hoben, gab es einen Chronisten der ersten Reihe, der heute praktisch völlig vergessen ist: Hans Berben, Journalist der Tageszeitung "Rhein-Echo". Er dokumentierte mit unverwechselbarem, teils recht privatem Blick den politischen und gesellschaftlichen Neubeginn.

Aus über 11.000 Negativen wurden mehr als 200 beeindruckende, größtenteils noch nie gezeigte Aufnahmen ausgewählt und kommentiert. Der Bildband zeigt lebendige Momentaufnahmen der Nachkriegszeit.


NEUES LAND. Hans Berben: Fotografien 1946-1951 (Immerwährender Kalender)

Droste Verlag Düsseldorf 2016, ISBN 979-3-7700-6013-9
13 Seiten, Spiralbindung
Format 33,6 cm x 33,6 cm, aufgeklappt: 67,2 cm hoch (16,99 €)

Hans Berben war der Chronist des jungen Nordrhein-Westfalen. In beeindruckenden Bildern hielt der Journalist das Leben in den ersten Nachkriegsjahren fest. Dieser immerwährende Kalender zeigt zwölf der beeindruckendsten Motive des heute fast vergessenen Fotografen. Sie zeugen von Berbens speziellem Blick für das Alltägliche, aber auch für das Besondere.

Ausgewählt von den Historikern Hildegard Jakobs und Peter Henkel und gestaltet von Thomas Ullrich, ist der Kalender ein besonderes Highlight zum 70. Geburtstag des Landes NRW.


Barbara Suchy

Leo Meyer aus Hilden. Eine dokumentarische Erzählung

Droste Verlag Düsseldorf, 2016, ISBN 978-3-7700-6015-3
172 Seiten, zahlreiche Abbildungen, broschiert  (16,90 €)

Seinem Vaterland dient Leo Meyer im Ersten Weltkrieg mehr als vier Jahre. Im letzten Kriegsjahr ist er im besetzten Belgien stationiert, in einer Kleinstadt namens Oost-Malle in der Provinz Antwerpen. Dort wird er konfrontiert mit der Not hunderter französischer Flüchtlinge aus Lille. Er hilft ihnen auf beispiellose Weise. Für die Leute dort ist dieser großzügige deutsche Ortskommandant der „gute Deutsche“. Gut zwanzig Jahre später im Sommer 1939 ist er wieder in Oost-Malle – als armer jüdischer Flüchtling. Man hat ihn nicht vergessen …

Zehn Jahre später – 1949 – kehrt er nach Hilden zurück. Doch ist es eine Rückkehr in die Heimat?

Ein einzigartiges Konvolut von etwa 200 Briefen aus jener Zeit zwischen 1938 und 1953 bildet die Grundlage dieses Buches. Sie geben auf sehr bewegende und anschauliche Art Einblicke in Leo Meyers Leben und das seiner Familie und Freunde.


Peter Henkel

Die Düsseldorfer KZ-Außenlager. Der Einsatz von KZ-Häftlingen in Düsseldorf zwischen 1942 und 1945 (= Kleine Schriftenreihe der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf Band 6, hg. vom Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte e.V. und den Bezirksvertretungen 1, 2, 3 und 5 der Landeshauptstadt Düsseldorf)

Droste Verlag Düsseldorf, 2016, ISBN 978-3-7700-6010-8
64 Seiten, zahlreiche Abbildungen, broschiert  (5,00 €)

Konzentrationslager und Häftlinge in gestreiften Sträflingskleidern sind ein Synonym der NS-Terrorherrschaft. Auch wenn gerne nach 1945 der Satz „Wir haben davon ja nichts gewusst“ bemüht wurde, war spätestens ab 1942 das System der Konzentrationslager auch Alltag in den deutschen Großstädten. KZ-Häftlinge wurden gezielt eingesetzt, um Trümmer zu beseitigen, Blindgänger zu bergen oder in der Rüstung zu arbeiten.

In KZ-Außenlagern und –Kommandos untergebracht, waren sie in den Städten unübersehbar. Mehrere tausend KZ-Häftlinge wurden auch in Düsseldorf eingesetzt, etliche mussten dafür mit dem Leben bezahlen. In welchem Kontext stand der Einsatz von KZ-Häftlingen in Düsseldorf, wo waren die Lager und wie sahen der Einsatz und die Lebensbedingungen dieser Menschen aus? Wer waren die Täter? Gab es eine juristische Aufarbeitung? Diesen Fragen geht der vorliegende Band nach.


Bastian Fleermann/Hildegard Jakobs

Herrschaft der Gewalt. Die nationalsozialistische Machtübernahme 1933 in Düsseldorf (= Kleine Schriftenreihe der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf Band 2, hg. vom Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte e.V. und vom Deutschen Gewerkschaftsbund Düsseldorf - Bergisch Land)

Droste Verlag Düsseldorf, 2., unveränderte Auflage 2015,
ISBN 978-3-7700-1493-4
66 Seiten, zahlreiche Abbildungen, broschiert  (5,00 €)

Düsseldorf war bis 1933 eine kultivierte Metropole und der Wirkungsort vieler Künstler und Kulturschaffender. Wie es den Nationalsozialisten innerhalb weniger Monate gelang, diese Großstadt zu „erobern“, schildert Band 2 der Kleinen Schriftenreihe der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf.

Das Jahr von Hitlers „Machtergreifung“ war geprägt von offenem Terror, der in der ehemals so vornehmen Stadt regelrecht eskalierte. Mit ungeheurer Aggression gingen die Nationalsozialisten gegen Gewerkschaften und Linksparteien vor, gegen Juden und Künstler, Zigeuner und Homosexuelle, etablierte Politiker und demokratische Beamte. Und bereits in diesem Jahr waren die ersten Todesopfer zu beklagen, Menschen, die man aus politischen und „rassischen“ Gründen ermordet hatte.

Der Text bietet einen Einblick in diese Phase der „Machtergreifung“ 1933 in Düsseldorf, er schildert die verschiedenen Stufen der angestrebten Machtfestigung und nennt die Namen der Akteure des Terrors und ihrer Opfer. Mit zahlreichen, teils erstmals veröffentlichten Fotos, persönlichen Erinnerungen, einer Zeittafel und einer Auswahl von weiterführenden Literaturtiteln ist dieser kleine Band ein wertvolles Kompendium für jeden Geschichtsinteressierten.


Bastian Fleermann / Hildegard Jakobs

Düsseldorfer Deportationen. Massenverschleppungen von 1933 bis zur Befreiung 1945 (= Kleine Schriftenreihe der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf Band 5, herausgegeben vom Förderkreis der Mahn- und Gedenkstatte e.V. und dem Landesverband Jüdischer Gemeinden von Nordrhein K.d.ö.R.)

Droste Verlag Düsseldorf 2015, ISBN: 978-3-7700-6002-3
76 Seiten, zahlreiche Abbildungen, broschiert (5,00 €)

Gewaltsame Massenverschleppungen von Menschen waren ein zentrales Instrument nationalsozialistischer Verfolgungspolitik. Auch Düsseldorf war bis zum Frühjahr 1945 Ausgangsort zahlreicher Deportationen, bei denen tausende Menschen ihren angestammten Wohnort verlassen mussten und mit Zügen oder Bussen fortgebracht wurden. Die Ziele waren Haftstätten und Ghettos, Tötungsanstalten, Konzentrations- oder Vernichtungslager.

Welche „Transporte“ gab es und wohin führten sie? Wie funktionierte die konkrete Durchführung? Wer waren die Täter und Verantwortlichen, und wie erlebten die Opfer die Verschleppungen? Rund 70 Jahre nach den letzten Deportationen geht der vorliegende Band diesen Fragen auf den Grund.


Bastian Fleermann, Benedikt Mauer (Hrsg.)

Kriegskinder. Kriegskindheiten in Düsseldorf 1939 - 1945.

Mit Beiträgen von Bastian Fleermann, Angela Genger, Peter Henkel, Hildegard Jakobs, Benedikt Mauer, Joachim Schröder. Unter Mitarbeit von Annette Janatsch, Helen Quandt und Immo Schatzschneider.

Droste Verlag Düsseldorf 2015, ISBN 978-3-7700-6001-6, 240 Seiten mit über 100 Abbildungen, Hardcover (22,95 €)

Wie erlebten Kinder den Zweiten Weltkrieg in Düsseldorf? Dieser Frage gehen die Autorinnen und Autoren des Buches nach. Sie beleuchten dabei ganz unterschiedliche Aspekte und zeigen, dass Bombennächte und Zerstörungen, Terror und Befreiung durch junge Menschen sehr verschieden wahrgenommen werden konnten.

Dabei kommen sie vielfach selber zu Wort: die Kinder und Heranwachsenden, die verfolgten und unangepassten Jugendlichen, die Mitglieder der Hitlerjugend, die Söhne und Töchter, deren Väter Soldaten waren. Bei allen Unterschieden der Blickwinkel - gemeinsam ist ihnen allen, dass sich die Jahre 1939 bis 1945 tief in ihr Gedächtnis eingeprägt und ihr Leben nachhaltig beeinflusst haben.


Bastian Fleermann / Peter Henkel / Frank Sparing

Das Düsseldorfer Stadthaus. Jesuitenkloster, Polizeipräsidium, Gedenkstätte, Hotel De Medici an der Mühlenstraße (= Kleine Schriftenreihe der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf Band 4, hg. vom Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte e.V. und den Derag Livinghotels)

Droste Verlag Düsseldorf 2014, ISBN 978-3-7700-1532-0
88 Seiten, zahlreiche Abbildungen, broschiert (5,00 €)

Der vierte Band der Kleinen Schriftenreihe der Mahn- und Gedenkstätte widmet sich der Geschichte des Düsseldorfer Stadthauses. Das ehemalige Jesuitenkloster an der Mühlenstraße spiegelt wie sonst nur noch das historische Rathaus die Entwicklung der Stadt Düsseldorf  wider: Vom katholischen Konvent über die preußische Regierung bis zur städtischen Verwaltung, vom Polizeipräsidium zur Mahn- und Gedenkstätte reicht die wechselvolle Geschichte des Gebäudes.

Die Jahre 2014 und 2015 markieren einen tiefen Einschnitt: Das Hotel De Medici eröffnet seine Pforten, und auch die Mahn- und Gedenkstätte wird nach längerer Umbauphase wiedereröffnen.


Bastian Fleermann / Hildegard Jakobs / Frank Sparing

Die Gestapo Düsseldorf 1933-1945. Geschichte einer nationalsozialistischen Sonderbehörde im Westen Deutschlands (= Kleine Schriftenreihe der Mahn-und Gedenkstätte Düsseldorf Band 1, hg. vom Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte e.V. und der Bezirksregierung Düsseldorf)

Droste Verlag Düsseldorf, 2., unveränderte Auflage 2014, ISBN 978-3-7700-1486-6
60 Seiten, zahlreiche Abbildungen, broschiert  (5,00 €)

Die Geheime Staatspolizei des „Dritten Reichs“ ist bis heute ein Mythos, der in Spielfilmen und Romanen weiter gepflegt wird. Wie aber funktionierte diese Behörde tatsächlich? Wer waren eigentlich ihre Mitarbeiter, ihre leitenden Köpfe in den regionalen Leitstellen? Wie eng verflochten war diese Polizeisparte mit anderen Behörden, der Partei und der deutschen Bevölkerung? Und war die Gestapo wirklich ‚geheim’ und ‚allwissend’?

Diesen Fragen geht der nun vorliegende Band nach. Die drei Autoren beschreiben das Wirkungsfeld der Gestapo am konkreten Beispiel der Leitstelle in Düsseldorf, die für das gesamte Rheinland zuständig war. Diese nach Berlin größte Leitstelle im Deutschen Reich war an Rhein und Ruhr für die meisten Verbrechen des NS-Regimes mitverantwortlich. Und dennoch bleibt ein zwiespältiger Eindruck: Bürokratischer Alltag, personelle Unterbesetzung, Ermittlungspannen und die Abhängigkeit von Denunziationen zeichnen das Bild einer keineswegs allmächtigen Geheimpolizei. Die Düsseldorfer Gestapo war zwar ein zentrales Terrorinstrument in der Region - aber die Verantwortung für Verfolgung und Massenmord trugen auch viele Einzelpersonen außerhalb dieser Sonderbehörde.


Barbara Suchy / Ulrich Knufinke

Synagogen in Düsseldorf. Von 1712 bis zur Gegenwart
(= Kleine Schriftenreihe der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf Band 3, hrsg. vom Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf e.V. und der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf)

Droste Verlag Düsseldorf 2013, ISBN 978-3-7700-1512-2 
64 Seiten, 75 Bilder, Broschur (5,00 €)

Anlässlich des 75. Jahrestages der Novemberpogrome und 55 Jahre nach dem Bau der neuen Düsseldorfer Synagoge in der Zietenstraße, ist der dritte Band der Kleinen Schriftenreihe der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf erschienen. Darin beschreiben die Autoren Barbara Suchy und Ulrich Knufinke die Geschichte und Architektur der jüdischen Gotteshäuser in Düsseldorf von 1712 bis zur Gegenwart.

Die Düsseldorfer jüdische Gemeinde blickt auf eine gut 300-jährige Geschichte zurück. Sie ist wesentlich eine Erfolgsgeschichte und zugleich integraler Bestandteil der Stadtgeschichte Düsseldorfs. Die Erbauer der Synagogen hatten stets Vertrauen in die Zukunft. Der Unrechtsstaat der Nazis entzog diesem Vertrauen für immer, so schien es, den Boden. Deutlich wurde das während und nach der Pogromnacht im November 1938, als die große Synagoge an der Kasernenstraße zerstört und später abgerissen wurde. Düsseldorfer Juden fanden danach trotzdem wieder zum Gottesdienst zusammen, bis zum Ende der Gemeinde. Die Befreiung der Juden setzte die Geschichte der Düsseldorfer Synagogen fort – bis heute. Mit 7200 Mitgliedern stellt sie derzeit die drittgrößte Gemeinde in Deutschland dar.


Bastian Fleermann unter Mitwirkung von Susanne Böhm

Düsseldorf im Nationalsozialismus. Eine Bibliografie zur Stadtgeschichte zwischen 1933 und 1945

Herausgegeben vom Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf e.V. und vom Düsseldorfer Geschichtsverein e.V.

Klartext-Verlag Essen 2013, ISBN: 978-3-8375-0953-3
132 Seiten, broschiert (5,00 €)

 

 

Über 900 Titel nennt die Bibliografie zur Düsseldorfer Stadtgeschichte während der NS-Zeit. Sie greift sowohl auf fachwissenschaftliche Veröffentlichungen als auch auf Broschüren und Festschriften, Erinnerungen oder Biografien zurück, die seit 1945 über den Nationalsozialismus verfasst wurden.

Die Sachgebiete, nach denen die Bibliografie unterteilt ist, berücksichtigen unter anderem die Verfolgung der Juden, der politischen Gegner oder der Homosexuellen, die Düsseldorfer Gesundheitspolitik und den Patientenmord, Stadtplanung, Architektur und Kulturpolitik sowie Polizei, Behörden und Parteiorganisationen. Auch die Veröffentlichungen zu den Themenfeldern Krieg, Zwangsarbeit, Vergangenheitspolitik und Erinnerungskultur werden aufgeführt.

Die Bibliografie stellt ein wichtiges Hilfsmittel für Studierende und Wissenschaftler, aber auch Schüler und interessierte Laien dar, die sich mit der rheinischen Großstadt Düsseldorf in den Jahren 1933 bis 1945 beschäftigen.


"Wilde Jugend" gegen Hitler. Edelweißpiraten in Düsseldorf und im Rheinland zur Zeit des Nationalsozialismus

Herausgegeben von zakk und Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf e.V. 2012

Broschüre, 42 Seiten mit zahlreichen Abbildungen (2,00 €)


Karola Fings, Hildegard Jakobs

Deportiert ins Ghetto. Die Deportationen der Juden aus dem Rheinland im Herbst 1941 ins Ghetto Litzmannstadt (Łódź)

Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und Erinnerungsorte in NRW e.V  2012, ISBN 978-3-938636-16-9

130 Seiten, Großformat, zahlreiche Abbildungen, Klappenbroschur (10,00 €)

Im Herbst 1941 begann die Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Rheinland und Westfalen. Es war der Auftakt zum Holocaust, dem Mord an den Juden in Europa. Am Beispiel von 3.014 Frauen, Männern und Kindern, die von Düsseldorf und Köln aus in das Ghetto von Litzmannstadt (Łódź) deportiert wurden, wird gezeigt, was dies konkret bedeutete.

Biografische Zeugnisse von Privatpersonen und viele andere erstmals veröffentlichte Originaldokumente aus Archiven im In- und Ausland zeigen anschaulich Vorgeschichte und Ablauf der Deportationen, die Lebensumstände im Ghetto sowie die Geschichte der Betroffenen nach der Deportation. Den Schwerpunkt der Darstellung bilden die Lebensbedingungen im Ghetto selbst. Von den Deportierten erlebten nur 36 Männer und Frauen die Befreiung.

Der großformatige durchgehend farbige Begleitband zur gleichnamigen Wanderausstellung bietet auf 130 durchgehend farbigen Seiten zahlreiche Faksimiles von Dokumenten, Briefen und Karten, welche die Geschehnisse anschaulich darstellen.


Hildegard Jakobs, Angela Genger, Andrea Kramp (Hg.), ins Englische übersetzt von Marion Koebner.

Stolpersteine - Stumbling Stones. Erinnerung an Menschen aus Düsseldorf, Erkrath, Langenfeld, Mettmann, Monheim und Ratingen, herausgeben im Auftrag des Förderkreises der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf e.V.

Droste Verlag Düsseldorf 2012, ISBN 978-3-7700-1476-7
232 Seiten, zahlreiche Abbildungen, fester Einband  (29,80 €)

VERGRIFFEN - NICHT MEHR LIEFERBAR!

Die „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig erinnern an Männer, Frauen und Kinder, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Vor der Wohnadresse der Opfer nennen die „Stolpersteine“ Namen, Lebensdaten und Todesort.

Hinter diesen Daten verbergen sich individuelle Biografien. Das vorliegende, komplett zweisprachige (deutsch-englische) Buch zeichnet die Lebensspuren der 320 Menschen nach, derer in Düsseldorf, Erkrath, Langenfeld, Mettmann, Monheim und Ratingen mit einem „Stolperstein“ gedacht wird.


Claudia Kuretsidis-Haider, Irmgard Nöbauer, Winfried R. Garscha, Siegfried Sanwald, Andrzej Selerowicz (Hrsg.)

Das KZ Lublin-Majdanek und die Justiz. Strafverfolgung und verweigerte Gerechtigkeit: Polen, Deutschland und Österreich im Vergleich

CLIO Graz 2011, ISBN 978-3-902542-26-7

480 Seiten (38,00 €)

Der Lagerkomplex Lublin-Majdanek erfüllte zentrale Funktionen für den Massenmord der "Aktion Reinhardt".

In diesem Buch wird unter anderem der Frage nachgegangen, in welchem Ausmaß Staatsanwaltschaften und Gerichte in Österreich, Deutschland und Polen dazu beigetragen haben, die Verbrechen im KZ Lublin-Majdanek aufzuklären. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Analyse der Methoden und "Effizienz" der Strafverfolgung in den drei Ländern.

Das wichtigste Verfahren war der Düsseldorfer Majdanek-Prozess (1975-1981). Dieser größte Strafprozess der deutschen Rechtsgeschichte setzte hinsichtlich des Umgangs mit den in den Zeugenstand gerufenen Opfern von Kriegs- und Humanitätsverbrechen richtungsweisende Maßstäbe, die bis in die unmittelbare Gegenwart fortwirken.

Das Buch ist Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen der Zentralen österreichischen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz, dem Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien und dem Staatlichen Museum Majdanek in Lublin.


Hanna Eggerath

"Deine Kraft mußt Du behalten ..." Briefe eines jungen Paares zwischen Gefängnis und Konzentrationslager 1933

Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf e.V. 2010, ISBN 978-3-9807674-9-1

224 Seiten, zahlreiche Abbildungen (12,00 €)

Am 28. Februar 1933, wenige Stunden nach dem Brand des Berliner Reichstages, erließ die neue Reichsregierung die "Verordnung zum Schutz von Volk und Staat", aufgrund derer tausende Menschen verhaftet wurden, darunter auch Mathilde und Eugen Eggerath aus Düsseldorf und Neuss. Der Briefwechsel zwischen dem jungen Ehepaar führt vor Augen, welche Folgen die Wochen nach der "Machtergreifung" auf das Leben vieler KPD-Mitglieder hatte: Eugen und Mathilde Eggerath mussten "Schutzhaft", Entrechtung und Demütigung erfahren. Ihre Briefe aus der Haft zeugen von persönlicher Stärke, Lebenswillen und Liebe.

Ihre Tochter Hanna Eggerath, geboren 1935, hat eine Auswahl der Briefe ihrer Eltern transkribiert und erläutert. Sie legt nun in Zusammenarbeit mit den Historikerinnen Andrea Kramp und Heidi Sack die neue Publikation "'Deine Kraft mußt Du behalten…' Briefe eines jungen Paares zwischen Gefängnis und Konzentrationslager 1933" vor.


Angela Genger und Hildegard Jakobs (Hg.)

Düsseldorf / Getto Litzmannstadt 1941

Klartext-Verlag Essen 2010, ISBN 978-3-8375-0236-7

434 Seiten, zahlr. Abb., Festeinband (29,95 €)

Das Buch ist jenen 1003 jüdischen Bürgerinnen und Bürgern gewidmet, die am 27. Oktober 1941 aus dem damaligen Gestapobezirk Düsseldorf in das Getto Litzmannstadt/Lodz deportiert wurden. Dies war die erste Großdeportation, die vom Schlachthof an der Rather Straße als Sammelpunkt ausging. Mehr als 634 der Deportierten wurden in den Gaswagen von Chelmno ermordet, die anderen starben im Getto oder in Arbeitslagern in Auschwitz-Birkenau, in Struthof, in Dachau oder auf Evakuierungsmärschen in der Endphase des Zweiten Weltkriegs. 13 Menschen erlebten die Befreiung, nur 12 überlebten.

Das Gedenkbuch versucht – erstmals in dieser Form in der Bundesrepublik – den Opfern sowohl ihre Geschichte vor der Deportation wiederzugeben, als auch gezielt alle Spuren nach der Deportation in das Getto zu dokumentieren und zu deuten.

Nach acht Jahren Forschungsarbeit ist es den Herausgebern, zahlreichen Mitarbeitern und Historikern mit Hilfe von Archiven, Bibliotheken, Instituten und Gedenkstätten gelungen, das Leben und Schicksal der Zwangsgemeinschaft des „Düsseldorfer Kollektivs“ der 1003 Deportierten zu rekonstruieren. Durch gründliche Sichtung und Auswertung der Quellen, Dokumente und Hinweise ist eine in ihrer Ausführlichkeit einzigartige Dokumentation entstanden.