Erinnerungszeichen für KZ-Außenlager in Düsseldorf

Dieses Erinnerungszeichen steht an der Schlüterstraße in Grafental.

In Düsseldorf gab es zwischen 1942 und 1945 fünf KZ-Außenlager, die über das Stadtgebiet verteilt waren. Diese historische Tatsache ist nur wenigen Bürgerinnen und Bürgern oder Gästen dieser Stadt bekannt. Sie wissen auch nicht, wie es den KZ-Häftlingen dort oder außerhalb der Lager bei der Arbeit erging, wer ihre Bewacher und Peiniger waren. Für die SS, die die Konzentrationslager betrieb, waren die Häftlinge ein wirtschaftlicher Faktor. Als „Sklavenarbeiter“ wurden sie an Unternehmen und Kommunen „vermietet“, die sie in der Rüstungsindustrie oder bei der Trümmerbeseitigung einsetzten.

Die ehemaligen Standorte der KZ-Außenlager sollten durch einheitlich aussehende Erinnerungszeichen im Stadtbild für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht und durch Informationstafeln der historische Hintergrund erklärt werden. In einem Projekt mit acht Düsseldorfer Schulen, die sich in der Nähe der ehemaligen Lagergelände befinden, arbeiteten engagierte Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte schulübergreifend an dieser Aufgabe.

Sie entwickelten die Texte für die Standorte und den Überblick über die KZ-Außenlager in der Stadt, das Aussehen und die Form der Erinnerungszeichen und überlegten sich geeignete Aufstellungsorte. Überdies erstellten sie eine Website zum Thema und planten eine zentrale Einweihungsfeier, die am 1. September 2017 im Düsseldorfer Rathaus stattfand. Von Oktober 2016 bis August 2017 haben insgesamt rund 100 Schülerinnen und Schüler an diesem Projekt gearbeitet.

In einem Faltblatt, das u.a. bei den beteiligten Bezirksvertretungen und bei der Mahn- und Gedenkstätte erhältlich ist und hier eingesehen und/oder heruntergeladen werden kann, und auf der eigens erstellten Webseite www.kz-aussenlager-duesseldorf.de liegen die von den Schülern erarbeiteten Informationen zum Lagersystem in Düsseldorf und den Standorten sowie zur Geschichte jedes Außenlagers nunmehr vor.