Die neue Dauerausstellung ist eröffnet

Umbau

Die Räumlichkeiten der im September 1987 eröffneten ständigen Ausstellung wurden ab 2013 baulich erweitert (siehe Bauarbeiten), die alte Dauerausstellung wurde durch eine neue ersetzt.

Neben den neu gestalteten bisherigen Ausstellungsräumen ist der eindrucksvolle Neubau, der die beiden Gebäudeteile an der Mühlen- und Andreasstraße im bisherigen Innenhof verbindet, ein Highlight der Neugestaltung. In diesem „Forum“ wird die Frage erörtert, wie die Zeit des Nationalsozialismus nach 1945 wahrgenommen und „verarbeitet“ wurde. Außerdem können hier kleinere Veranstaltungen stattfinden.

Im „Hinterhaus“ an der Andreasstraße steht der neue „Julo-Levin-Raum“ für Wechselausstellungen, Filmvorführungen und Vorträge bereit. Der Raum ist benannt nach dem expressionistischen Künstler Julo Levin, der an der Kunstakademie Düsseldorf studierte und später als Zeichenlehrer an der jüdischen Schule in Düsseldorf tätig war, bevor er in Auschwitz ermordet wurde. Außerdem bietet dieser Gebäudeteil Platz für die Bibliothek und ein „Offenes Archiv“, das es den Besuchern erlaubt, weiter zu forschen und den Einblick in bestimmte Themen zu vertiefen. Ein „Studio“ steht den Mitarbeitern überdies für Beratungsgespräche und die Vorbereitung von pädagogischen Angeboten zur Verfügung.

Die Wiedereröffnung der musealen Räume fand im Mai 2015 statt.

„Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus“

Die neue Dauerausstellung thematisiert „Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus“. Anhand ausgewählter Biografien wird den Fragen nachgegangen, wie Kinder und Jugendliche sich während der Zeit des Nationalsozialismus verhalten, wie sie gehandelt und welche Erfahrungen sie in der Diktatur gemacht haben. Neben den bisher dargestellten Opfergruppen, wie etwa die Düsseldorfer Juden, die aus politischen oder religiösen Gründen Verfolgten, die Homosexuellen, die Zwangsarbeiter oder die Sinti und Roma, werden auch Kinder und Jugendliche der damaligen Mehrheitsgesellschaft sowie jugendliche NS-Täter porträtiert.